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Beginn der Transition

Trans oder geschlechtsdivers zu sein ist eine Frage der Vielfalt, nicht der Krankheit.

Hinweise zu den ersten Schritten der Transition: Hormontherapie, Psychotherapie, Gesichts- und Körperoperationen sowie Stimme. Die Seite richtet sich an trans Personen am Anfang ihrer Transition. Jede Operation ist nach brasilianischem Recht erst ab 18 Jahren erlaubt. Die Hormontherapie beginnt nach einer endokrinologischen Beratung, und die Körperoperationen werden von der Chirurgin oder dem Chirurgen sorgfältig geplant.

Die Geschlechtsdysphorie kann durch Behandlung weitgehend gelindert werden (Murad et al., 2010). Manche Menschen erleben eine Geschlechtsdysphorie in einem Ausmaß, das die Kriterien für die formale Diagnose einer psychischen Störung erfüllt. Nach internationalen Leitlinien bedeutet eine solche Diagnose keine Erlaubnis zur Stigmatisierung oder zum Entzug bürgerlicher und menschlicher Rechte.

Es ist sehr wichtig zu betonen, dass trans und geschlechtsvariante Menschen nicht krank sind. Die Belastung durch eine Geschlechtsdysphorie ist, wenn sie auftritt, ein Leiden, das diagnostiziert werden kann und für das es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Beginn der Transition

Eine Diagnose für diese Dysphorie erleichtert diesen Patientinnen und Patienten oft den Zugang zur medizinischen Versorgung und die frühe Erkennung einer Erkrankung.

Mit der Entwicklung des Fachgebiets haben Gesundheitsfachkräfte erkannt, dass viele Menschen sowohl eine Hormontherapie als auch eine Operation brauchen, um die Geschlechtsdysphorie zu lindern, während andere nur eine dieser Behandlungen brauchen und manche keine (Bockting und Goldberg, 2006; Bockting, 2008; Lev, 2004).

Wenn Sie am Anfang Ihrer Transition stehen, sollten Sie wissen, dass nach unserem Recht jede Operation erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Danach gibt es keine Altersgrenze für Ihre Transition. Wir haben Erfahrung mit Transitionen bei Patientinnen und Patienten über sechzig Jahren. Wichtig ist, dass Sie gesund sind und mögliche Erkrankungen unter Kontrolle sind.

Der Anfang

Zur Behandlung der Geschlechtsdysphorie kommen folgende Möglichkeiten in Betracht:

Hormontherapie zur Feminisierung oder Maskulinisierung des Körpers;

Operationen zur Veränderung primärer und/oder sekundärer Geschlechtsmerkmale (Brust, äußere Genitalien, Gesichtszüge, Körperform);

Psychotherapie, um Geschlechtsidentität, Geschlechterrolle und Geschlechtsausdruck zu erkunden, die negativen Folgen von Geschlechtsdysphorie und Stigma für die psychische Gesundheit anzugehen, verinnerlichte Transfeindlichkeit zu lindern, soziale Unterstützung und Unterstützung durch Gleichgesinnte zu stärken, das Körperbild zu verbessern oder die Resilienz zu fördern.

Hormontherapie

Bei der feminisierenden Hormontherapie werden Medikamente (Hormone) gegeben, um Veränderungen an einem männlichen Körper herbeizuführen, damit er einem weiblichen Körper ähnlicher wird. Sie ist eine notwendige medizinische Maßnahme für viele trans und geschlechtsvariante Frauen, die durch die Dysphorie starkes Unbehagen oder große Belastung erleben. Die Hormontherapie sollte individuell abgestimmt werden: auf das Ziel jeder trans Frau, das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Medikamente, weitere Erkrankungen und soziale wie wirtschaftliche Umstände. Die Therapie sollte nach einer Beratung bei einer Endokrinologin oder einem Endokrinologen beginnen. Sehr wichtig: Eine Hormontherapie ohne ärztliche Begleitung birgt zahlreiche Risiken, die die Patientin ein Leben lang begleiten.

Hormontherapie

Gesichtsoperation

Hormone haben wenig Einfluss auf die Struktur Ihres Gesichts. Sie können sich daher für eine Gesichtsoperation vor Beginn der Hormontherapie entscheiden oder warten, bis Sie die Medikamente bereits einnehmen. Die Entscheidung hängt von persönlichen Umständen und Ihren Lebensplänen ab.

Gesichtsoperation

Psychologische Begleitung

Mit Hilfe einer Psychotherapie gelingt es manchen Menschen, ihre trans Gefühle in die Geschlechterrolle zu integrieren, die ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, sodass sie nicht das Bedürfnis haben, ihren Körper zu feminisieren oder zu maskulinisieren.

Psychologische Begleitung

Körperoperation

Die körperlichen Veränderungen hängen von der Dosis, den verwendeten Medikamenten und der Darreichungsform ab (Tabletten, Gel oder Injektion). Die Wahl trifft die Endokrinologin oder der Endokrinologe anhand der individuellen Ziele jeder Patientin und jedes Patienten. Derzeit gibt es keine Belege dafür, dass sich die Reaktion auf die Hormontherapie anhand von Alter, Körpertyp, Herkunft oder familiärem Erscheinungsbild vorhersagen lässt. Die meisten körperlichen Veränderungen treten im Laufe von zwei Jahren ein, und Ausmaß und genauer Zeitpunkt der Wirkungen können stark variieren. Deshalb sollte die Chirurgin oder der Chirurg Körperoperationen sehr sorgfältig planen.

Körperoperation

Stimme

Anders als bei trans Männern wird die Stimme von Hormonen nur sehr wenig beeinflusst. Wenn Sie unter einer Stimmdysphorie leiden, sollten Sie wissen, dass Logopädinnen und Logopäden Sie mit Stimmtraining unterstützen können, das gute Ergebnisse erzielt. Wenn Sie trotzdem unzufrieden sind, können Sie sich für eine Glottoplastik entscheiden. Diese Technik wird an den Stimmlippen durch den Mund durchgeführt und ermöglicht es, Ihre Stimme zu feminisieren.

Transition im Jugendalter

Trans Menschen haben immer häufiger die Möglichkeit, ihre wahre Geschlechtsidentität früher auszudrücken, und eine Transition im Jugendalter ist Realität.

Die körperlichen Maßnahmen für Jugendliche werden in drei Kategorien oder Stufen eingeteilt (Hembree et al., 2009):

1

Vollständig reversible Maßnahmen

Unterdrückung der Östrogen- oder Testosteronproduktion und damit Verzögerung der körperlichen Veränderungen der Pubertät. Durchgehend eingenommene orale Verhütungsmittel können zur Unterdrückung der Menstruation eingesetzt werden.

2

Teilweise reversible Maßnahmen

Hormontherapie zur Feminisierung oder Maskulinisierung des Körpers. Manche hormonbedingten Veränderungen können eine rekonstruktive Operation erfordern, um die Wirkung rückgängig zu machen (zum Beispiel eine durch Östrogen verursachte Gynäkomastie), während andere Veränderungen nicht reversibel sind (zum Beispiel die durch Testosteron tiefere Stimme).

3

Irreversible Maßnahmen

Das sind chirurgische Eingriffe. Empfohlen wird ein schrittweises Vorgehen, damit in den ersten beiden Stufen die Optionen offen bleiben. Von einer Stufe zur nächsten sollte erst gewechselt werden, wenn genug Zeit vergangen ist, damit Jugendliche und ihre Eltern die Wirkungen der vorherigen Maßnahmen vollständig verarbeiten können.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist eine geschlechtsangleichende Operation möglich?

Nach brasilianischem Recht ist jede Operation erst ab 18 Jahren erlaubt. Danach gibt es keine Altersgrenze nach oben, und die Klinik hat Erfahrung mit Transitionen bei Patientinnen und Patienten über sechzig Jahren. Wichtig ist eine gute Gesundheit, und bestehende Erkrankungen sollten unter Kontrolle sein.

Wer verordnet die Hormontherapie?

Die Therapie sollte nach einer Beratung bei einer Endokrinologin oder einem Endokrinologen beginnen. Dort werden Medikament, Dosis und Darreichungsform (Tabletten, Gel oder Injektion) passend zu den Zielen der Patientin oder des Patienten gewählt. Hormone ohne ärztliche Begleitung einzunehmen bringt Risiken mit sich, die ein Leben lang bestehen bleiben.

Verändern Hormone das Gesicht?

Hormone haben wenig Einfluss auf die Gesichtsstruktur. Deshalb kann die Gesichtsoperation vor oder nach Beginn der Hormontherapie erfolgen, je nach persönlichen Umständen und Lebensplänen.

Verändern Hormone die Stimme von trans Frauen?

Die Stimme wird von Hormonen nur sehr wenig beeinflusst. Logopädinnen und Logopäden können mit Stimmtraining helfen. Bleibt die Unzufriedenheit bestehen, gibt es die Glottoplastik, eine Technik an den Stimmlippen, die durch den Mund durchgeführt wird.

Braucht jede trans Person Hormone und eine Operation?

Viele Menschen brauchen Hormontherapie und Operation, andere nur eine dieser Möglichkeiten und manche keine von beiden.

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